Messung von Klickgeräuschen an Cochlea-Implantaten
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Abstract:
Cochlea-Implantate (CI) werden eingesetzt, um Taubheit oder schweren bis hochgradigen Hörverlust zu behandeln. Das CI-System besteht aus dem eigentlichen Implantat sowie einer Sendespule, die außen am Kopf getragen wird und die mit Magneten gehalten wird. Der Magnet ist bei einigen CI-Modellen beweglich gelagert. Bei Magnetresonanztomographie (MRT)-Untersuchungen kann sich der Magnet drehen und am Magnetfeld des MRT-Geräts ausrichten. Dies verhindert schmerzhafte Nebenwirkungen oder eine Dislokation des Magneten während MRT-Untersuchungen. Das vorhandene Lagerspiel des CI-Magneten kann bei ruckartigen Bewegungen wie etwa Kopfschütteln zu Geräuschen führen, die als „Klicken“ beschrieben werden können. Diese Klickgeräusche können von Patienten mit einseitiger Taubheit im gesunden Gegenohr als Störgeräusch wahrgenommen werden. Dieser Beitrag beschreibt einen Versuchsaufbau zur Charakterisierung der Klickgeräusche von CI-Magneten. Es zeigt sich, dass das CI um mehrere Achsen wiederholgenau „geschüttelt“ werden muss, um die Klickgeräusche zu provozieren. Die Klickgeräusche können in Luftschallmessungen im Frequenzbereich oberhalb von 1,5 kHz identifiziert werden. Mithilfe von Beschleunigungssignalen kann die Bewegungstrajektorie des CI ermittelt werden. Anhand der Ergebnisse soll ein verbesserter Versuchsaufbau entwickelt werden, der neben der Anbringung des CI im menschlichen Schädel auch typische Bewegungsformen wie etwa Kopfschütteln realitätsnäher nachbilden kann. So sollen CI zukünftig auf Klickgeräusche untersucht und Maßnahmen zur Reduzierung von Klickgeräuschen abgeleitet werden.