Konferenzsystem

Contribution

Messung von Klickgeräuschen an Cochlea-Implantaten

* Presenting author
Day / Time: 17.08.2021, 12:00-12:40
Room: Lehar 4
Manuscript: 362.pdf
Typ: Poster
Article ID:
Online-access: Bitte loggen Sie sich ein, damit weitere Inhalte sichtbar werden (bspw. der Zugang zur Onlinesitzung).
Information: Die Poster sind von Montag morgen bis Mittwoch nachmittag in der Mall bzw. hier als PDF im jeweiligen Posterbeitrag einsehbar. Das Posterforum zu diesen Postern findet am Dienstag von 16:00 - 16:40 Uhr im hier angegebenen Saal statt. Für weiterführende Diskussion verabreden Sie sich bitte mit der/dem jeweiligen Autor(in) am Poster oder nutzen Sie die Chatfunktion im virtuellen Posterausstellungsraum. Dieser steht bis Dienstag ca. 18:30 Uhr zur Verfügung.
Abstract: Cochlea-Implantate (CI) werden eingesetzt, um Taubheit oder schweren bis hochgradigen Hörverlust zu behandeln. Das CI-System besteht aus dem eigentlichen Implantat sowie einer Sendespule, die außen am Kopf getragen wird und die mit Magneten gehalten wird. Der Magnet ist bei einigen CI-Modellen beweglich gelagert. Bei Magnetresonanztomographie (MRT)-Untersuchungen kann sich der Magnet drehen und am Magnetfeld des MRT-Geräts ausrichten. Dies verhindert schmerzhafte Nebenwirkungen oder eine Dislokation des Magneten während MRT-Untersuchungen. Das vorhandene Lagerspiel des CI-Magneten kann bei ruckartigen Bewegungen wie etwa Kopfschütteln zu Geräuschen führen, die als „Klicken“ beschrieben werden können. Diese Klickgeräusche können von Patienten mit einseitiger Taubheit im gesunden Gegenohr als Störgeräusch wahrgenommen werden. Dieser Beitrag beschreibt einen Versuchsaufbau zur Charakterisierung der Klickgeräusche von CI-Magneten. Es zeigt sich, dass das CI um mehrere Achsen wiederholgenau „geschüttelt“ werden muss, um die Klickgeräusche zu provozieren. Die Klickgeräusche können in Luftschallmessungen im Frequenzbereich oberhalb von 1,5 kHz identifiziert werden. Mithilfe von Beschleunigungssignalen kann die Bewegungstrajektorie des CI ermittelt werden. Anhand der Ergebnisse soll ein verbesserter Versuchsaufbau entwickelt werden, der neben der Anbringung des CI im menschlichen Schädel auch typische Bewegungsformen wie etwa Kopfschütteln realitätsnäher nachbilden kann. So sollen CI zukünftig auf Klickgeräusche untersucht und Maßnahmen zur Reduzierung von Klickgeräuschen abgeleitet werden.