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Das Verhalten einer Sonar-Stealth-Form unter simulierter akustischer Ausbreitung in See

* Presenting author
Day / Time: 17.08.2021, 07:00-07:20
Room: Schubert 4+5
Typ: Regulärer Vortrag
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Abstract: Die Sonar-Stealth-Form wird bereits 1924, also etwa 10 Jahre vor der operativen Einführung des Radars, in einem Patent für ein Unterwasserfahrzeug beschrieben. Dennoch ist eine Sonar-Stealth-Form bis heute nicht in voller Konsequenz bei einem Unterwasserfahrzeug angewendet worden.Um die Eignung einer Sonar-Stealth-Form sicher zu stellen, gibt es Anforderungen, die sich aus i) dem Schallausbreitungssektor, ii) der Ausdehnung der seitlichen Platten und iii) der Sonarfrequenz ergeben. Eine unter Berücksichtigung dieser Randbedingungen erstellte Stealth-Form zeigt bei der Designfrequenz eine Reduktion der akustischen Streuung von etwa 10 dB. Diese Reduktion ist sowohl monostatisch wie auch bi-/multistatisch vorhanden.Kurze Distanzen oder auch Reflexionen über den Meeresboden können dazu führen, dass der Schall außerhalb des angenommenen Schallausbreitungssektors auf das Unterwasserfahrzeug trifft. Für diesen Fall wird eine deutlich höhere Rückstreuung der Stealth-Form befürchtet.Gekoppelte Berechnungen der Schallausbreitung mit der Schallstreuung unter Einbeziehung von kurzen Distanzen und Meeresbodenreflexionen zeigen jedoch auch hier den Vorteil der Sonar-Stealth-Form gegenüber einer klassischen Form von etwa 12 dB. Die Gebiete, in denen die Sonar-Stealth-Form schlechter abschneidet als die klassische Form, sind erheblich kleiner als ursprünglich erwartet. Gleichzeitig liegen an diesen Orten die nachteiligen Effekte mit einer Größenordnung von 3 dB in einem vertretbaren Rahmen.